Apotheke am Marktplatz
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Aktuelle Informationen zur Gesundheit
aus Ihrer Apotheke

Altmedikamente nicht in Mülltonne, Ausguss oder Toilette entsorgen -
wir nehmen sie kostenlos entgegen und entsorgen sie fachgerecht!!!

Altmedikamente wie abgelaufene Pillen, Zäpfchen, Kopfschmerztabletten oder Reste von Hustensaft dürfen im Ortenaukreis nicht über die graue Restmülltonne entsorgt werden. Sie können in unserer Apotheke abgegeben werden, wir entsorgen sie dann richtig.
Ansonsten müssen die Altmedikamente bei der Problemstoffsammlung abgegeben werden. Grund dieser speziellen Entsorgung im Ortenaukreis ist, dass der Inhalt der grauen Restmülltonne in einer Mechanisch-Biologischen Abfallbehandlungsanlage (MBA) verarbeitet wird. „Abweichend von anderen Landkreisen wird in der Ortenau der Inhalt der grauen Restmülltonne nicht in Müllverbrennungsanlagen beseitigt, sondern in der MBA in Ringsheim behandelt und verwertet“, erklärt Michael Lehmann, Abfallberater des Eigenbetriebs Abfallwirtschaft Ortenaukreis. In der MBA wird der Abfall mechanisch vorbehandelt, wobei Wert- und Störstoffe aussortiert werden. Im Anschluss werden die Abfälle mit Wasser vermischt. Das im weiteren Verfahren abgepresste Prozesswasser wird dann einem Gärverfahren zur Biogaserzeugung unterzogen, welches zur Strom- und Wärmegewinnung genutzt wird.
„Bei dieser hoch effizienten Verwertung des Hausmülls könnten Altmedikamente mit Wasser vermischt und deren Inhaltsstoffe darin gelöst werden“, so Lehmann. „Einmal im Wasser gelöst, können manche Medikamenteninhaltsstoffe in den Kläranlagen nur teilweise oder auch gar nicht aus dem Wasser entfernt werden und so zu Gewässer- und Bodenbelastungen führen. Aus diesem Grund dürfen Altmedikamente auch nicht in den Ausguss oder die Toilette gekippt werden“, mahnt der Abfallberater.

Apotheker kontrollieren täglich Arzneimittel und Wirkstoffe
Berlin, 19. Juli 2019 – Kontrolle muss sein – vor allem bei so sensiblen Produkten wie Arzneimitteln. „Jeder Patient hat das Recht auf einwandfreie Medikamente. Die Qualitätskontrollen in den Apotheken tragen dazu bei, dass Patienten ihren Medikamenten vertrauen können“, sagt Dr. Andreas Kiefer, Präsident der Bundesapothekerkammer.
An jedem Werktag wird in jeder öffentlichen Apotheke mindestens ein industriell hergestelltes Arzneimittel kontrolliert. Pro Jahr überprüfen die knapp 20.000 Apotheken damit mehr als sechs Millionen Stichproben dieser Fertigarzneimittel auf mögliche Qualitätsmängel und dokumentieren dies genau. Hat der Apotheker einen begründeten Verdacht auf einen Hersteller-bedingten Qualitätsmangel, informiert er die zuständige Behörde und die Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker (AMK). Im Jahr 2018 meldeten die Apotheken mehr als 6500 entsprechende Verdachtsfälle an die AMK.
Neben solchen Fertigarzneimitteln überprüfen Apotheker auch Ausgangsstoffe für individuelle Rezepturen. Bevor sie für die Herstellung von Rezepturarzneimitteln genutzt werden dürfen, muss in der Apotheke mindestens die Identität analytisch bestätigt werden. Dazu kombinieren Apotheker oft mehrere Methoden, wie Mikroskopie, Dünnschichtchromatographie oder eine Schmelzpunktbestimmung. Geprüft werden die Ausgangsstoffe im eigenen Labor, das für jede Apotheke verpflichtend vorgeschrieben ist. Für die Prüfung von Ausgangsstoffen und Fertigarzneimitteln stellt die Bundesapothekerkammer den Apothekenteams Leitlinien und Arbeitshilfen zur Verfügung.

Quelle: ABDA Bundesvgg. Dt. Apothekerverbände

Deutsche lassen sich immer öfter impfen
Berlin, 11. Juli 2019 – Die Menschen in Deutschland lassen sich immer öfter gegen Infektionskrankheiten impfen. Während im Gesamtjahr 2018 die Ausgaben der Krankenkassen für Impfstoffe um 4,5 Prozent anstiegen (1,284 Mrd. Euro), waren es im ersten Quartal 2019 bereits 13,7 Prozent (292 Mio. Euro). Im Mai 2019 – dem letzten verfügbaren Monat – betrug der Anstieg sogar 38,4 Prozent (137 Mio. Euro) gegenüber dem Vorjahresmonat (bei zwei zusätzlichen Arbeitstagen). Das hat der Deutsche Apothekerverband (DAV) unter Nutzung von aktuellen Zahlen des Deutschen Arzneiprüfungsinstituts (DAPI) berechnet. Grund für den Ausgabenanstieg ist vor allem der vermehrte Einsatz von Impfungen gegen Humane Papillomaviren (HPV), Varicella Zoster (Gürtelrose) und FSME (Frühsommer Meningoenzephalitis). So ist die früher nur für Mädchen empfohlene HPV-Impfung nun auch für Jungen zwischen 9 und 14 Jahren ein Bestandteil des Leistungskatalogs der Krankenkassen. Die Ständige Impfkommission (STIKO) hat zugleich die Impfung gegen Gürtelrose für alle Personen ab 60 Jahren angeraten. Der Anstieg der FSME-Impfungen dürfte auf die verstärkte öffentliche Wahrnehmung von Zeckenpopulationen und Erkrankungszahlen im abgelaufenen Jahr 2018 zurückzuführen sein.
„Die Ferien- und Reisezeit ist eine gute Gelegenheit, den eigenen Impfpass zu prüfen und alle Impflücken zu schließen“, sagt Stefan Fink, Apotheker aus Weimar (Thüringen) und Mitglied im Geschäftsführenden Vorstand des Deutschen Apothekerverbandes (DAV). „Gegen Tetanus oder Masern sollte natürlich jedermann geimpft sein. Darüber hinaus gibt es je nach Alter, Saison oder Region weitere Impfungen, die unbedingt empfehlenswert sind. Jeder Nah- und Fernreisende sollte sich vorher informieren, welche Impfungen er braucht, welche Gesundheitsrisiken bestehen und wie man sich dagegen schützt.“ Südliche Bundesländer wie Sachsen, Thüringen, Bayern und Baden-Württemberg seien traditionelle Verbreitungsgebiete der FSME, doch sollten Reisende in Skandinavien oder im Baltikum nicht vergessen, dass es auch in Nordeuropa infizierte Zecken gebe, so Fink: „Auch die Reiseapotheke sollte individuell bestückt werden. Die Apotheke um die Ecke kann dazu wertvolle Tipps geben.“ Bundesweit bieten viele Apotheken eine reisepharmazeutische Beratung als zusätzlichen Kundenservice an.

Quelle: ABDA Bundesvgg. Dt. Apothekerverbände

Arzneimittelsicherheit: Bundesrat muss unsinnigen Importzwang stoppen
Berlin, 27. Juni 2019 – Die Sicherheit von Arzneimitteln in deutschen Apotheken darf nicht länger durch eine bürokratisch aufwendige und wirtschaftlich unsinnige Importquote für rezeptpflichtige Medikamente auf Kassenrezept untergraben werden. „Wir fordern den Bundesrat für morgen auf, der Empfehlung seines Gesundheitsausschusses zu folgen und auf der ersatzlosen Streichung zu beharren. Dazu muss das Gesetz zur Sicherheit in der Arzneimittelversorgung in den Vermittlungsausschuss überwiesen werden“, sagt Fritz Becker, Vorsitzender des Deutschen Apothekerverbandes (DAV). „Die Importförderklausel muss vollständig gestrichen werden, damit nicht sinnlos wichtige Arzneimittel quer durch Europa geschickt werden. Im jeweiligen Herkunftsland werden womöglich die Medikamente knapp, während im Zielland die komplexen Vertriebsstrukturen kaum mehr nachvollziehbar sind. Importe bleiben – ganz ohne Not – ein Einfallstor für Arzneimittelfälschungen, das man ganz leicht schließen kann.“
In der vom Bundestag bereits beschlossenen Fassung des GSAV ist für die Importförderklausel zwar eine Ausnahme für Zytostatika und Biologika enthalten, die den Länderfachleuten jedoch nicht weit genug geht. Wie der Bundesrat bereits in einer früheren Stellungnahme festgestellt hat, ist der Parallelhandel mit Arzneimitteln nach Beobachtungen der Strafverfolgungs- und Arzneimittelüberwachungsbehörden von einer zunehmenden Zahl von Arzneimittelfälschungsfällen betroffen. Den Ländern zufolge erschwert dieses Geschäftsmodell in Verdachtsfällen die Einschätzung der Gefahrenlage und behindert ein schnelles Eingreifen. Diesen Risiken steht kein adäquater wirtschaftlicher Nutzen für die Finanzierbarkeit der Arzneimittelversorgung gegenüber. Das Deutsche Arzneiprüfungsinstitut e.V. (DAPI) hat für das Jahr 2018 nur Einsparungen in Höhe von 124 Mio. Euro durch die Abgabe von preisgünstigen Importarzneimitteln errechnet. Durch Rabattverträge haben die Krankenkassen hingegen im gleichen Jahr jedoch 4,4 Mrd. Euro eingespart.

Quelle: ABDA Bundesvgg. Dt. Apothekerverbände

Arzneimittel im Sommer vor Hitze schützen
Berlin, 26. Juni 2019 – Im Sommer müssen Medikamente vor Hitze geschützt werden. Sie sollten möglichst nicht in der prallen Sonne liegen. Bei langen Autofahrten sollten Medikamente unter einem Vordersitz oder im Kofferraum verstaut werden. Denn bei einer Außentemperatur von 30 Grad heizt sich ein Auto auch im Schatten stark auf. Auf der Hutablage oder dem Armaturenbrett klettern die Temperaturen dann auf mehr als 70 Grad und auch das Handschuhfach heizt sich auf. Unter den Vordersitzen oder auf dem Boden des Kofferraums bleibt es deutlich kühler.
„Wird ein Medikament falsch gelagert, kann es seine Wirkung verlieren – auch wenn man das von außen nicht sieht“, sagt Dr. Hannes Müller, Mitglied des Geschäftsführenden Vorstands der Bundesapothekerkammer. Tabletten oder Kapseln vertragen Temperaturschwankungen noch vergleichsweise gut. Werden beispielsweise Asthmasprays in der direkten Sonne gelagert, können sie sich stark aufheizen. Das verändert ihre Dosierungsgenauigkeit und die Wirksamkeit. Einige Veränderungen sind auch äußerlich erkennbar. Beispielsweise schmelzen Zäpfchen in der Sonne. Sind sie einmal geschmolzen, dürfen auch nach dem Abkühlen nicht mehr verwendet werden. Der Grund: Die Wirkstoffe können sich in der geschmolzenen Grundlage ungleichmäßig verteilen. Cremes können durch Hitze ihre Konsistenz verändern und die Bestandteile trennen sich. 
Medikamente sind unterschiedlich temperaturempfindlich. Einige müssen auch im Sommer ausdrücklich „kühl“ gelagert werden, das bedeutet unter 8 Grad. Dazu gehören Insuline oder einige der so genannten Biologicals. Zu Hause werden diese Medikamente im Kühlschrank gelagert. Unterwegs werden die Vorräte in einem Kühlbehälter mitgenommen. Dabei sollte das Medikament aber keinen direkten Kontakt zu den Kühlelementen haben. Denn wenn Medikamente einfrieren, kann das ihre Wirkung verändern und sie sind nach dem Auftauen unbrauchbar. Kühle Temperaturen sind für die Lagerung zu Hause ebenso wichtig wie für den Transport von der Apotheke zum Patienten.

Quelle: ABDA Bundesvgg. Dt. Apothekerverbände

Einige lokal angewendete Substanzen für Kinder ungeeignet
Berlin, 5. Juni 2019 – Verschiedene Substanzen können beim Auftragen auf die Haut bei Kindern zu Nebenwirkungen führen und ihnen damit gefährlich werden. „Das gilt für Arzneimittel ebenso wie für Kosmetika. Eltern sollten sich in der Apotheke darüber informieren“, sagte Prof. Dr. med. Peter Höger. Er ist Chefarzt der Abteilungen Pädiatrie und Pädiatrische Dermatologie am Katholischen Kinderkrankenhaus Wilhelmsstift in Hamburg und Mitglied der Kommission des Neuen Rezeptur Formulariums (NRF). Der bundesweite ‚Tag der Apotheke‘ am 7. Juni steht dieses Jahr unter dem Motto „Richtige Medikation für Kinder“.
Die Haut von Kindern unterscheidet sich deutlich von der Erwachsener. Sie ist dünner und ihre Oberfläche ist bezogen auf das Körpergewicht viel größer. Die kindliche Hautbarriere ist noch unreif und die Anzahl der Talgdrüsen pro Fläche höher. Dadurch können verschiedene Substanzen leichter durch die Haut aufgenommen werden und ins Blut gelangen.
Kinder sollten zum Beispiel keine lokal angewendeten Antibiotika mit den Antibiotika Neomycin, Gentamicin oder Silber-Sulfadiazin erhalten. Sie können nach Resorption systemische Nebenwirkungen hervorrufen, Kontaktallergien verursachen, außerdem sind inzwischen viele Bakterien gegen sie resistent. Lokalanästhetika mit Benzocain, Lidocain oder Prilocain können bei Kindern zu einer Methämoglobinämie führen. Alkoholische Lösungen können bei Säuglingen auch dann das Gehirn oder die Leber schädigen, wenn sie auf die Haut aufgetragen werden. Auch die großflächige Anwendung insektenabwehrender Zubereitungen mit dem Wirkstoff DEET sind für Kinder ungeeignet, da sie zu Nervenschäden führen können.
Ebenfalls kritisch zu betrachten sind Duftstoffe, da diese Irritationen und Kontaktallergien hervorrufen können. „Rezepturarzneimittel aus der Apotheke riechen oft nicht so gut, weil ihnen keine Duftstoffe zugesetzt sind. Das ist ein klarer Pluspunkt – nur die Nase vieler Erwachsenen empfindet das als Nachteil.“ 
Auch vor einigen Kosmetika warnt Höger. „Bereits Säuglinge erhalten im Schnitt 8 verschiedene Hautpflegeprodukte mit durchschnittlich 48 verschiedenen Inhaltsstoffen. Weniger wäre besser. Der Begriff ‚hypoallergen‘ ist rechtlich nicht geschützt und in erster Linie Marketing.“ Zum Beispiel können Pflegeprodukte mit Wollwachsalkoholen zu Kontaktallergien führen.
Als für Kinder kritisch bewertet Höger auch einige Sonnenschutzmittel mit UV-Filtersubstanzen wie Octocrylen oder Ethylhexyl-Methoxy-Cinnamat (EHMC). Mindestens bis zum Schulalter sollten Kinder lieber mit physikalischen Sonnenschutzmitteln mit Mikropigmenten wie Zinkoxid oder Titandioxid eingecremt werden. Der für viele Erwachsenen optisch unerwünschte „Weißungseffekt“ spielt für Kinder noch keine Rolle. UV-Filter, die in die Haut einziehen, können bei Kindern durch die Haut ins Blut aufgenommen werden. Einige dieser Substanzen können bei Kindern östrogene Wirkungen haben.

Quelle: ABDA Bundesvgg. Dt. Apothekerverbände

Harnwegsinfekte mit den richtigen Antibiotika behandeln
Berlin/Meran, 31. Mai 2019 – Vor allem Frauen sind von Harnwegsinfekten betroffen, die sich unter anderem durch erhöhten Harndrang und Schmerzen beim Wasserlassen äußern. Die Infekte lassen sich mit Medikamenten gut behandeln. „Nicht immer ist ein Antibiotikum nötig – aber wenn, dann bitte das richtige“, sagte Edith Bennack beim pharmacon, einem internationalen Kongress der Bundesapothekerkammer. Die Apothekerin leitet die Apotheke des St.-Elisabeth-Krankenhauses in Köln und hat sich zur Antibiotic-Stewardship-Expertin spezialisiert.
Bennack appellierte an Ärzte, sich bei der Auswahl des Antibiotikums an den Leitlinien zu orientieren. Zur Behandlung unkomplizierter Harnwegsinfekte nennt die Leitlinie fünf Antibiotika und macht ergänzende Angaben zur deren Effektivität. „Andere Antibiotika, wie zum Beispiel Ciprofloxacin, sollten komplizierten Fällen vorbehalten bleiben“, sagte Bennack. Auch das in keiner deutschen Leitlinie als Mittel der Wahl empfohlene Cefuroxim-axetil ist für diese Indikation ungeeignet. Denn durch eine unkritische Verordnung von Antibiotika steigt das Risiko von Resistenzen. Harnwegsinfekte werden meist durch das Bakterium E. coli ausgelöst. Im ambulanten Bereich sind laut Bennack inzwischen etwa 16 Prozent der Erreger resistent gegen Ciprofloxacin. In den Krankenhäusern liegen die Resistenzraten noch höher.
Bei leichten Beschwerden können Frauen mit unkomplizierten Harnwegsinfekten zunächst zu pflanzlichen Präparaten mit belegter Wirksamkeit greifen. „Mit pflanzlichen Arzneimitteln anzufangen ist eine Option. Aber die Frauen sollten sich in der Apotheke dazu beraten lassen, bei welchen Symptomen der Gang zum Arzt erforderlich ist.“ Als Beispiele nannte die Apothekerin Blut im Urin oder Fieber. Begleitend sollte bei Harnwegsinfekten viel getrunken werden.
Die Einnahme des Schmerzmittels Ibuprofen statt einer Antibiose sah Bennack bei Harnwegsinfekten eher kritisch. „Selbst die Autoren einer Studie, die diese beiden Optionen miteinander verglich, bewerteten die Behandlung von Harnwegsinfekten mit Ibuprofen als ‚generell nicht zu empfehlen‘. Etwa ein Drittel der Frauen, die nur Ibuprofen eingenommen hatten, benötigten zusätzlich eine antibiotische Therapie. Deshalb wäre Ibuprofen nicht meine erste Wahl.“

Quelle: ABDA Bundesvgg. Dt. Apothekerverbände

 

Bei Juckreiz Haut kühlen und cremen, aber möglichst wenig kratzen
Berlin/Meran, 29. Mai 2019 – Chronischer Juckreiz ist häufig und belastet viele Patienten sehr. „Kratzen hilft nur kurzfristig bei Juckreiz, aber macht ihn auf lange Sicht noch schlimmer. Deshalb rate ich Patienten dazu, bei Juckreiz die Haut zu kühlen und durch Eincremen zu pflegen“, sagte Priv.-Doz. Dr. Dr. Andreas Kremer beim pharmacon, einem internationalen Kongress der Bundesapothekerkammer. Der Internist ist Leiter der internistischen Notaufnahme am Universitätsklinikum Erlangen.
Die Behandlung des chronischen Juckreizes ruht auf drei Säulen. Erstens sollten Patienten allgemeine Maßnahmen nutzen. Zum Beispiel sollen sie in einer kühlen Umgebung schlafen und sich nach dem Duschen oder Baden kalt abbrausen. Lockere Bekleidung aus Baumwolle vertragen sie besser als Wolle. Hilfreich ist auch, die Fingernägel zu kürzen, damit die Haut beim Kratzen weniger verletzt wird. Kremer: „Bitte Rückenkratzer oder ähnliche Hilfsmittel verbannen, denn sie können die Haut verletzen.“ Die zweite Säule ist die lokale Therapie. Die juckende Haut sollte täglich mit hydratisierenden und rückfettenden Cremes gepflegt werden. „Trockene Haut selbst ist keine Ursache des Juckreizes, kann diesen aber verschlimmern. Deshalb mein Rat: Cremen!“ sagte Kremer. Lokal aufgetragene Arzneistoffe wie Chloralhydrat, Polidocanol oder Capsaicin können helfen. Kortison ist nur kurzfristig, aber nicht für die Daueranwendung empfehlenswert. Wenn die allgemeinen Maßnahmen oder die Lokaltherapie nicht ausreichen, empfiehlt Kremer als dritte Säule eine systemische Therapie, die sich an der grundlegenden Erkrankung orientiert.
Ursachen für Juckreiz können Hautkrankheiten oder systemische Erkrankungen, wie zum Beispiel Nieren-, Nerven- oder Leberschäden, sein. „Die genaue Beschreibung des Juckreizes erleichtert dem Arzt die Diagnose“, sagte Kremer. So ist Juckreiz, der vor allem im Sommer auftritt, häufiger durch eine Neurodermitis verursacht. Treten die Symptome hingegen vor allem im Winter auf, kommt eher eine Hautirritation als Ursache in Frage. Unabhängig von der Jahreszeit jucken Ekzeme.

Quelle: ABDA Bundesvgg. Dt. Apothekerverbände

Verbraucherschutz beim E-Rezept: Patienten müssen volle Wahlfreiheit bei Arzt und Apotheke behalten
Berlin, 28. Mai 2019 – Die mehr als 70 Millionen gesetzlich versicherten Menschen in Deutschland müssen in Zukunft auch beim E-Rezept die volle Wahlfreiheit haben, zu welchem Arzt sie dafür gehen und in welcher Apotheke sie es einlösen wollen. „Das E-Rezept soll für Patienten leichter handhabbar und sicherer einlösbar sein, darf aber keinesfalls Verbraucherrechte einschränken oder zur Steuerung des Patienten an einen bestimmten Anbieter missbraucht werden“, sagt Fritz Becker, Vorsitzender des Deutschen Apothekerverbandes (DAV).
„Jeder Patient muss in jedem einzelnen Fall selbst entscheiden, zu welchem Arzt er geht und in welcher Apotheke er das elektronische Rezept einlöst. Kein Arzt, kein Apotheker, keine Krankenkasse und schon gar kein privates Unternehmen darf dieses Selbstbestimmungsrecht unterlaufen. Auch in Zeiten der Digitalisierung, die zweifelsfrei viele Vorteile für Patienten und Heilberufler bringen kann, darf der Patientenschutz nicht gegen die Gewinnmaximierung Einzelner eingetauscht werden.“ Da es vermehrt Berichte darüber gebe, wie Großunternehmen aus Versandhandel oder IT die Patienten zu bestimmten Leistungserbringern lenken wollen, müsse politisch gegengesteuert werden: „Der Gesetzgeber ist gefordert, Geschäftsmodelle der Patientensteuerung und das Makeln von Rezepten schon in der Anbahnung zu unterbinden. Die Zeche für den Makler bezahlt am Ende immer der Verbraucher.“
Der Deutsche Apothekerverband (DAV) arbeitet derweil mit Hochdruck daran, allen gesetzlich Krankenversicherten eine kostenfreie, wettbewerbsneutrale und benutzerfreundliche Web-App anzubieten, mit der sie ihr E-Rezept einsehen, sicher einlösen und mit jeder beliebigen Apotheke kommunizieren können. Geplant sind auch Zusatzfunktionen, die die Arzneimitteltherapietreue und -sicherheit verbessern, z.B. Einnahmeerinnerungen oder Hinweise zum Ablaufdatum der Medikamente. Die Einführung des elektronischen Rezepts ist im Rahmen der Telematik-Infrastruktur der gematik bereits verbindlich vorgesehen, aber bislang gibt es noch keine bundeseinheitliche Lösung, wie der Patient seine E-Rezepte lesen, verwalten und einlösen kann. Als einer der federführenden Gesellschafter innerhalb der gematik ist der DAV maßgeblich dafür verantwortlich, die technischen Standards für das E-Rezept zu entwickeln und umzusetzen.

Quelle: ABDA Bundesvgg. Dt. Apothekerverbände

Jetzt gegen Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) impfen
Vorsicht bei Zeckenstichen: Zahl der FSME-Fälle in Deutschland steigt
Köln, 3. April 2019. Wer eine Reise in FSME-Risikogebiete plant, sollte sich rechtzeitig impfen lassen. Dazu rät die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und informiert auf www.impfen-info.de über die FSME-Impfung. FSME wird durch Zecken übertragen und führt zu einer Entzündung der Hirnhäute und des Gehirns. Im Jahr 2018 wurden in Deutschland 583 FSME-Erkrankungen und damit fast 100 Fälle mehr als im Vorjahr (2017: 486) an das Robert Koch-Institut (RKI) gemeldet. Das ist die höchste Zahl von FSME-Fällen seit Einführung der Meldepflicht im Jahr 2001.
Dr. med. Heidrun Thaiss, Leiterin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), erklärt: „Noch ist es Zeit, sich gegen FSME impfen zu lassen, bevor die aktive Zeit im Freien beginnt. Dies gilt nicht nur für Reisende, die in FSME-Risikogebieten Urlaub machen. Auch für diejenigen, die in Risikogebieten leben, ist der Impfschutz gegen FSME wichtig. Jedem, der sich in einer solchen Region im Freien, insbesondere im Wald, aufhält, wird die Impfung gegen FSME empfohlen.“
In Deutschland tritt FSME derzeit vor allem in Baden-Württemberg und Bayern, aber auch im südlichen Hessen (Odenwald), im südöstlichen Thüringen und in Sachsen auf. Außerdem betroffen sind die Landkreise Marburg-Biedenkopf (Mittelhessen), Saar-Pfalz-Kreis (Saarland), Birkenfeld (Rheinland-Pfalz) und Emsland (Niedersachsen). Das RKI hat in diesem Jahr fünf weitere Landkreise als neue Risikogebiete ausgewiesen. Hierzu gehören neben dem Landkreis Emsland (Niedersachsen) drei Kreise in Bayern (LK Garmisch-Partenkirchen, LK Landsberg a. Lech, SK Kaufbeuren) sowie der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge.


Zecken-Risikogebiete Quelle: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)

 

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